Warum dieser Kurs wichtig ist
Viele Lernziele lassen sich nicht durch Multiple-Choice-Tests oder Punktesysteme abbilden. Trotzdem brauchen Sie einen Nachweis darüber, dass Teilnehmende sich weiterentwickeln.
In diesem Kurs lernen Sie Methoden der qualitativen Fortschrittserfassung kennen, die auch komplexe Kompetenzen greifbar machen. Dazu gehören Portfolio-Arbeit, strukturierte Beobachtungsprotokolle und narrative Entwicklungsberichte. Sie erfahren, wie Sie Kriterien formulieren, die subjektive Eindrücke in nachvollziehbare Bewertungen übersetzen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Einbindung der Lernenden selbst in den Bewertungsprozess. Selbstreflexion und Peer-Assessment werden so gestaltet, dass sie verlässliche Informationen liefern. Sie üben anhand konkreter Beispiele, wie Sie Lerntagebücher, Reflexionsaufgaben und Projektdokumentationen systematisch auswerten.
Der Kurs richtet sich besonders an Personen, die mit kreativen, sozialen oder praktischen Lernzielen arbeiten. Kursleiter Henrik Malmquist zeigt, wie Sie qualitative Daten so aufbereiten, dass sie auch gegenüber Auftraggebern und Förderern als Nachweis dienen können. Sie entwickeln ein individuelles Dokumentationssystem, das zu Ihrem Fachgebiet passt.
Programm und Inhalte
Kursinhalte
Das Programm läuft über sechs Wochen und verbindet theoretische Einführungen mit praktischen Anwendungen.
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Grundlagen qualitativer Bewertung
Unterschiede zu quantitativen Ansätzen. Gütekriterien für qualitative Messungen. Entwicklung eigener Bewertungsraster mit klaren Abstufungen.
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Portfolio- und Projektarbeit auswerten
Aufbau von Bewertungskriterien für offene Aufgaben. Umgang mit unterschiedlichen Bearbeitungsstilen. Praxisübung mit anonymisierten Portfolio-Beispielen aus verschiedenen Fachbereichen.
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Beobachtungsprotokolle erstellen
Strukturierte Beobachtung von Lernprozessen. Vermeidung von Verzerrungen und vorschnellen Schlüssen. Training anhand von Videoaufzeichnungen aus Workshops.
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Selbst- und Fremdeinschätzung kombinieren
Gestaltung von Reflexionsaufgaben mit Leitfragen. Peer-Assessment-Prozesse moderieren. Abgleich verschiedener Perspektiven zu einem Gesamtbild.
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Narrative Entwicklungsberichte verfassen
Formulierung präziser Beschreibungen ohne Floskeln. Darstellung von Veränderungen über Zeit. Aufbau nachvollziehbarer Argumentationen.
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Dokumentationssysteme für die Praxis
Integration in bestehende Plattformen und Workflows. Vorlagen und Checklisten für verschiedene Kursformate. Abschlusspräsentation der entwickelten Systeme.
